Bei Inventage arbeiten mehrere Teams parallel an verschiedenen Projekten. Die Technologien unterscheiden sich, die Anforderungen auch. Trotzdem wollen wir als Firma wissen, worauf wir setzen und wohin die Reise geht.
Dafür haben wir vor vier Jahren unseren Tech Radar eingeführt.
Was ist unser Tech Radar?
Das Konzept stammt ursprünglich von Thoughtworks. Technologien werden auf einem Radar in vier Ringe eingeteilt. Adopt steht für Bewährtes, das wir aktiv empfehlen, Trial und Assess für das, was wir erproben und beobachten, Hold für das, was wir in neuen Projekten nicht mehr einsetzen. Jeder Eintrag trägt eine kurze Begründung, warum er dort steht.
Den fertigen Radar publizieren wir auf techradar.inventage.com. Wir wollen damit unsere Sicht auf Technologien teilen, unsere Einschätzungen und Erfahrungen im Kontext unserer Kundenprojekte. Der Radar zeigt, wie wir Applikationen bauen und welche Werkzeuge wir dafür einsetzen.
Der Prozess dahinter
Der Radar entsteht einmal im Jahr. Wir stellen eine Gruppe von acht bis zehn Personen zusammen, so verteilt, dass alle Projekte und Kompetenzen vertreten sind. Frontend, Backend, Security, Cloud, Architektur.
Der Ablauf hat sich über die Jahre eingespielt. In einer ersten Runde gibt jede Person ihre Einschätzung zu den bestehenden Einträgen ab. Gleichzeitig kann jeder neue Technologien einreichen, die aus seiner Sicht auf den Radar gehören. Das ergibt eine Liste mit hundert bis hundertzwanzig Einträgen. Dann wird diskutiert.
Im Alltag arbeiten die Teams an ihren eigenen Projekten. Der Radar ist einer der Momente, in denen wir dieses verteilte Erfahrungswissen bewusst zusammentragen. In der Diskussion treffen unterschiedliche Sichtweisen aufeinander, und am Ende stimmen wir ab. Das ist der spannende Teil, aus den verschiedenen Erfahrungen eine gemeinsame Einschätzung zu finden, hinter der alle stehen können. Die Einordnung ist oft ein Kompromiss, und der Radar damit ein Abbild aller unserer Projekte.
Das Spannende ist, aus verschiedenen Projekterfahrungen eine gemeinsame Einschätzung zu finden, hinter der alle stehen können.
Was den Radar dieses Jahr prägt
AI hat in den letzten zwei Jahren stark an Gewicht gewonnen. Der Radar zeigt vor allem, wie selbstverständlich es geworden ist. Was vor zwei Jahren noch Evaluation war, gehört heute zu unserer täglichen Arbeit. Wir setzen Claude Code im Alltag ein, wir bauen MCP-Server, die in Kundenprojekten produktiv laufen, und wir entwickeln autonome Agenten für konkrete Anwendungsfälle.
Gleichzeitig bleiben Cloud und Security zentrale Themen, an denen wir laufend weiterarbeiten, von der Absicherung der Software-Lieferkette bis zu unseren Plattformen auf Kubernetes.
Ein Spiegel unserer Arbeit
Der Radar gibt uns Orientierung bei der Technologiewahl und die Möglichkeit, unsere Sicht nach aussen zu tragen. Die neue Ausgabe ist auf techradar.inventage.com online. Sie zeigt, worauf wir heute setzen und wohin die Reise geht. Über Feedback und Austausch freuen wir uns.
